Zum zweiten mal hat das Crossover Orchester Westpfalz nun sein Konzert an Weihnachten in der Halle der Gartenschau Kaiserslautern veranstaltet. Wieder konnte das Orchester mit seinen herausragenden Solisten und seinem harmonischen Background Chor vor ausverkauftem Haus mit ca. 850 Gästen zeigen, welche Sounds in einem ursprünglichen Blasorchester stecken. Weihnachtlich wurde das Publikum mit der CHRISTMAS OVERTUERE und LITTLE DRUMMER BOY abgeholt. Hier brillierte der Chor und Jürgen Walzer als Solist. Einer der „richtigen Drummer“, Fabian Fuchs, wagte den Schritt auf die Frontbühne und lieferte mit GEBOREN UM ZU LEBEN eine konkurrenzfähige Version des Grafen ab. Noelia Messer, ein weiteres Eigengewächs des Orchesters aus dem Schlagwerkregister, präsentierte sich selbstbewusst und stimmgewaltig mit den Titeln RISE LIKE A PHOENIX und STAND UP aus dem Film Harriet.
Dass der Background Chor nicht nur stimmige Hintergrundtöne, sondern durchaus auch ein ausgewogener Klangkörper in einer Hauptrolle sein kann, bewies die Gruppe eindrucksvoll mit LULLABY OF BROADWAY: Authentisch und harmonisch im Sound der 50er Jahre.
Weitere weihnachtliche Klänge bekamen die Zuhörer von einem weiteren jungen Talent zu hören. Ben Clemenz verzauberte das Publikum mit seiner samtweichen Stimme à la Michael Bublé und IT’S BEGINNING TO LOOK A LOT LIKE CHRISTMAS. Nicht weniger bravourös folgte ihm seine Mutter Michaela Clemenz auf die Bühne und überzeugte mit ihrer klassischen Stimme und dem Titel HABANERA aus der Oper Carmen. Im Duett mit Stephan Hugo zeigten beide, dass Sie auch die sanften Töne des Jazz beherrschen und lieferten unter der ausgewogenen Begleitung des Orchesters eine authentische Version des Titels UNFORGETTABLE. Dass Stephan Hugo auch noch ganz anders kann, bewies er später ebenfalls mit HURRICANE, ein Titel der Gruppe Scorpions der von Jürgen Walzer an der Gitarre, dem Orchester und dem Chor unterstützt die Halle zum beben brachte.
Ein Ausflug in die 70er Jahre machte das Ensemble dann mit Ramona Dworak die EIN LIED KANN EINE BRÜCKE SEIN von Joy Flemming ebenso gekonnt adaptierte, wie das anschließende Duett mit Noelia Messer beim Titel MAMMA MIA von Abba. Mit Ihren weiteren Titeln THIS IS ME (Greates Show), DEFYING GRAVITY (Wicked) und der Zugabe PROUD MARY zeigte sie wieder einmal, wie unglaublich wandlungsfähig Ihre Stimme ist.
Viele weitere Titel begeisterten die Zuhörer in der vollbesetzten Halle. Das Orchester konnte sowohl als steter Begleiter der Solisten als auch rein Instrumental überzeugen. Die beiden Dirigenten Jochen Messer und Dr. Frank Zeihsel wussten bei jedem Stück die richtigen Register zu ziehen, und verstehen es immer wieder jedes Stück in seinem spezifischen Charakter darzustellen.
Schließlich bleibt keinesfalls zu vergessen, die gekonnte Moderation von Martina Blandfort, die wie immer charmant und informativ durch das Programm führte.


































